GLEICH GEHT'S LOS

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Ich und ich

Ich und ich

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Ich glaube ja, niemand hat so viele Dates wie ich! Jedenfalls am helllichten Tag. Erst gestern war ich wieder auf ein Espressochen an der Wittelsbacher Straße in Starnberg verabredet. Es war noch nicht mal 18 Uhr, und schon hatte mein Tag seinen Höhepunkt erreicht. Ich hatte mir die New York Times unter den Arm geklemmt (pah, was sonst!) und war mit wehendem Haar ins Lil. Green geeilt. Ich mag dort einfach alles: die Musik, die Buddha-Bowl, den Espresso, der weder mit Vitamin A, B, C, noch mit essentiellen Fettsäuren versetzt ist, und die Fensterbank, auf der ich in letzter Zeit oft saß und grundlos glücklich war. Nein, nein, ich spreche hier nicht von Tinder, mais non! Ich traf auch keine Freundin auf einen Afternoon Tea und nein, auch nicht meinen boyfriend. Die Sache ist nämlich die: Ich gehe ungeheuer gern mit mir selbst aus, echt jetzt, ich liebe meine Gesellschaft! Ich höre mir eben selbst gern zu, also der Chefin in meiner Rübe, die mich dann immer ohne Punkt und Komma mit ihren durchgeknallten Gedanken vollquatscht. Wir träumen von unserem Tripp nach Südfrankreich im Spätsommer, kauen sämtliche Beziehungsthemen durch, manchmal lauschen wir auch nur verträumt den Gesprächen am Nebentisch. Das Einzige, was unsere langjährige Beziehung einen Hauch trübt, ist mein Spleen, hier alles weiter zu erzählen…

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